Was wurde durch die von 1976 bis 2003 aktive Höhlenforscher-Gemeinschaft Trüssel und später Höhlenforscher-Gemeinschaft Unterwalden
(HGT) entdeckt und realisiert? Nachfolgend ein Querschnitt durch die Tätigkeit, bevor sie zusammen mit der Höhlen-Gruppe Hergiswil (HGH) im 2003 den gemeinsamen Verein Höhlenforscher-Gemeinschaft Unterwalden (HGU) mitbegründet hat?
- Gründung der Stiftung Naturerbe Karst und Höhlen Obwaldne (NeKO).
- Mitbegründung des Vereins Höhlenforscher-Gemeinschaft Unterladen (HGU).
- Entdeckung von über 140 Höhleneingängen allein auf der Melchsee-Frutt mit mehr als 41 Kilometer Höhlengängen und mit diversen unterirdischen Wasserläufen.
- Inventarisierung der Obwaldner Höhlen und Karstobjekte.
- Fachliche Umsetzung des Obwaldner Geologieweges.
- Ausarbeitung und Realisierung des Karstlehrpfades, der im Naturkundeweg Melchsee-Frutt integriert ist.
- Initiierung (und Mitarbeit) der archäologischen Ausgrabung «Mülleren» auf der Melchsee-Frutt (früh- bis spätmittelalterliche Alpbesiedlung).
- Bergung, Bestimmung und Archivierung von 2000 Tierskeletten (insgesamt 1316 Fund-Nummern), die ein Artenspektrum von über 50 Tierarten nachweisen.
- 14C-Altersdatierungen von verschiedenen Tierskeletten, die nachweislich bis 36’000 Jahre alt sind.
- Fledermausbeobachtungen u.a. mit der Schweizerischen Fledermaus-Koordinationsstelle Ost.
- Untersuchung der Moos- und Flechtenflora in Höhlen der subalpinen und alpinen Höhenstufe im hinteren Melchtal durch die Schweizerische Vereinigung für Bryologie und Lichenologie (SVBL).
- Aufnahme der ersten Höhlenklima-Langzeitmessungen in der Schweiz und Gründung einer Höhlenklimagruppe in der Schweizerischen Gesellschaft für Höhlenforschung (SGH).
- Neotektonische Studien in Höhlen der Melchsee-Frutt für die Nagra.
- Beteiligung am Paläoseisprojekt der ETH-Zürich (Erbebenforschung).
- Altersdatierungen von Höhlensinter.
- Mithilfe bei Studien zur Untersuchung der Leitfähigkeit von Karstgestein.
- Biologische Untersuchung von Karstwässern.
- Spreng- und Räumungsarbeiten in einer Höhle für das Elektrizitätswerk Obwalden (EWO) und zur Überflutungssicherheit auf der Melchsee-Frutt.
- Meldung von Höhlenschächten, die für Ski- und Snowboardfahrerinnen und -fahrer gefährlich sind.
- Beratung bei Bauprojekten in Karstgebieten.
- Beurteilung von Karstgeotopen, insbesondere von schützenswerten Höhlen.
- Organisation von Höhlenrettungs- und -technikkursen.
- Entwicklung von neuen Vermessungstechniken und Orientierungshilfen (fotografische Querschnittaufnahme, Bussolenoptimierung, Toposchema, Speleodisc).
- Mitarbeit im Zentralvorstand und in Kommissionen der Schweizerischen Gesellschaft für Höhlenforschung (SGH).
- Mitglied im Vorstand der Naturforschenden Gesellschaft Ob- und Nidwalden (Nagon).
- Organisation und Begleitung von Fachexkursionen (Lehrerfortbildung, Lehrlings-Studientage, Geologie- und Karstexkursionen).
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